Home
Romane
Anmerkungen
Lesungen
Bestellen
Skulpturen
Kurzgeschichte
Kontakt

Romane

"Reiner Kotullas Romane bieten linke Gesellschaftskritik - neben Unterhaltung, Fiktion, Spannung,  Lokalkolorit und Erotik."
(Mitteilungen der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE)

 

Mein erster Roman, "Das Gitter"  entstand 1993, erschien aber erst 2008.

Das Gitter   

  Die Romane mit Alexander Fabuschewski als Protagonist

sind in der Reihenfolge entstanden:

1. Morina ( 2006 )  

2. Michelle ( 2007 )   

3. Marijana ( 2008 )   

4. Melina ( 2009 )  

5. Muriel ( 2009 )  

 6. Karen (2010)  

Die Romane mit Leander Parow als Protagonist

sind in der Reihenfolge entstanden: 

1. Chatten über Waldgirmes (2011)

 

 

(aus: Süddeutsche Zeitung, Nr. 274, Seite: 16)


"Der Stil-Test „I write like" ist ein Renner im Internet
Selbstfindungsprozesse sind etwas Schwieriges. Eine der beliebtesten Aktivitäten beim Identitäten-Twisterspiel Facebook ist der Ähnlichkeitstest. Man kann erfahren, mit welcher Disneyprinzessin man seelenverwandt ist und wel¬cher Menschentypus in einem schlummert, gemessen an den ganz Großen wie Charles Manson. Auch Artefakte aus Mu¬sik, Film und Literatur wurden stets da¬mit verglichen, was zuvor im jeweiligen Genre passiert ist. Da kaum jemand et¬was gänzlich aus sich heraus produziert, abgesehen von Gott, ist die Kunstreflexi¬on auch immer eine Wissenschaft der Re¬ferenz.
Besonders in der Literatur gibt es dies¬bezüglich eine lange Tradition. Gerne arbeitet das Marketing von Verlagen mit dem geschickt eingesetzten Vergleich:
„X schreibt, als hätte Autor y während einer Liaison mit Kollegin z eine Frisch¬zellenkur in der Toskana genossen." Oder so ähnlich. Und welcher Kritiker entdeckt nicht gerne einen neuen Carver, eine zweite Bachmann, einen dritten Airen?
Dank der modernen Technik ist die Verwandtschaftssuche nun noch einfacher. Auf der amerikanischen Seite „I write like" ermittelt eine Maschine dank einem ausgetüftelten Algorithmus, welchem berühmten Autor der eigene Stil am nächsten ist. Schnell wurde die Erfindung des Russen Dmitrij Chestnykh zum Renner im Internet. Dieses Werkzeug kann die Beziehungen der literarischen Welt neu ordnen. Das Ganze basiert auf einem System, das eigentlich in der Welt der Zahlen zu wirtschaftlichem Nutzen führen soll. Der Bay-es-Klassifikator ordnet jedes Objekt der Klasse zu, in die es mit der größten Wahr-scheinlichkeit gehört: Dieses Verfahren wird auch gerne bei E-Mail-Spamfiltern benutzt. Das automatisierte Schubladendenken sortiert hier wie dort die Wörter.
Gibt man nun testweise eine Passage der offiziellen englischen Übersetzung von Kafkas „In der Strafkolonie" ein, so ist das Ergebnis: Dan Brown. Zunächst überraschend. Doch haben beide Autoren ja gemeinsam, dass sie gerne mit metaphysischen Elementen arbeiten und außerdem große Verschwörungstheoretiker sind.
Richtig interessant wird es, wenn man daraufhin Dan Brown eingibt, denn die Identitätsfrage ist bei „I write like" ganz schön kompliziert: Ich bin du, aber du bist nicht ich, heißt es. Dan Brown seinerseits, lautet die Auskunft, schreibt eher wie Edgar Allan Poe. Bleiben wir sicherheitshalber bei den englischen Originalen, so wird mit dem Testverfahren auch der Gendergap überwunden: John Irving schreibt wie die feministische Science-Fiktion-Grande-Dame Margaret Atwood. Mit diesem Wissen könnten die beiden, falls nicht schon der Fall, dickste Freunde werden.
Zuletzt probierte es die Autorin dieser Zeilen mit einer kleinen, übersetzten Passage ihres gedanklichen Ergusses. Und was kam dabei heraus? Steven King.
STEPHANIE DREES"

Also habe ich es auch probiert, habe nacheinander meine Romantexte eingegeben. Nach der Analyse schreibe ich  wie:
 

Peter Handke

 

Sibylle Berg
 

 

Heinrich Böll
 

 

Melinda Nadj Abonji
 

 

Georg Klein